Erwärmtes Leitungswasser besser nicht trinken
Aufgrund der längeren Verweildauer in den Rohren können sich gesundheitsschädliche Stoffe lösen. Die Experten-Empfehlung lautet: Für die Zubereitung von Lebensmitteln immer frisches Wasser aus dem Kaltwasserhahn nutzen oder das Wasser vorab ausreichend ablaufen lassen. Obwohl warmes Wasser die Verdauung fördern oder die Kochzeit verkürzen kann, rät das Umweltbundesamt (UBA) zur Vorsicht. Da warmes Wasser länger im Leitungssystem zirkuliert, können sich vermehrt Schwermetalle aus den Rohren lösen, die auch durch Kochen nicht verschwinden. Zudem besteht bei stehendem Wasser in den Leitungen ein erhöhtes Risiko für Bakterien- und Legionellenbildung.
In Deutschland und Österreich ist die Trinkwasserqualität zwar generell hoch, doch das UBA empfiehlt für Lebensmittel und Getränke grundsätzlich frisches Kaltwasser. Wer dennoch Warmwasser nutzt, sollte es – genau wie abgestandenes Kaltwasser nach dem Urlaub oder dem Aufstehen – zunächst einige Minuten laufen lassen, um die Leitungen gründlich durchzuspülen.